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Fahrradmarktstudie: Delius Klasing Verlag stellt Ergebnisse auf der „Eurobike“ 2017 vor


Sie gilt als größte Fahrradmesse der Welt. Auch in 2017 kamen rund 70.000 Besucher und alle wichtigen Vertreter der Fahrradbranche auf der „Eurobike“ in Friedrichshafen zusammen , um neue Produkte vorzustellen, zu testen und sich auszutauschen. Zu einem festen Bestandteil im Rahmen der Messe zählt die Präsentation der aktuellen Marktdatenstudie des Delius Klasing Verlages. Die Studie ist die größte ihrer Art und damit richtungsweisend für die Branche. Eine Entwicklung, die für alle Marktteilnehmer sicher keine allzu große Überraschung darstellt: Das Interesse an neuen E-Modellen ist ungebrochen. Die Studie belegt zudem eindeutig, dass dank des wachsenden E-Bike-Angebots immer mehr Menschen das Radfahren neu für sich entdecken.


In den vergangenen 20 Jahren hat sich die vom Delius Klasing Verlag in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungsinstituts MARKET RESEARCH aus Neuhausen bei Stuttgart zu einem wichtigen Barometer der Fahrradbranche entwickelt. An der europaweit größten Fahrradmarktstudie nahmen in diesem Jahr 46.699 Leserinnen und Leser der Radsportmagazine BIKE, TOUR, E-BIKE, FREERIDE, TREKKINGBIKE und EMTB teil. Seit 1998 befragt das Bielefelder Medienhaus die Leserschaft seiner im Radsegment führenden Magazine nach ihren Kaufabsichten, Markenwerten und schönsten Destinationen für Radurlaube. Die Untersuchung ist in ihrer Segmenttiefe und –breite europaweit einzigartig für den gesamten Radsportmarkt. Insgesamt wurden in diesem Jahr über 1.472 Marken erhoben, davon 986 Zubehör- und 486 Komplettradmarken.

Die Ergebnisse wurden auf dem Delius Klasing-Branchentreff vorgestellt, der traditionell im Rahmen der „Eurobike“ stattfindet. Neben einer weiterhin kontinuierlich wachsenden Bereitschaft, mehr Geld in neue Räder und Zubehör zu investieren, zeichnet sich in der Studie auch ein verändertes Konsum- und Nutzungsverhalten der Radfahrer ab. Die Erhebung zeigt, dass immer mehr Menschen das Radfahren durch die E-Mobilität neu für sich entdecken. „Wir sehen, dass durch attraktive E-Konzepte neue Zielgruppen erschlossen werden. Menschen, die sich noch vor ein oder zwei Jahren gar nicht oder kaum mit dem Thema Fahrrad auseinandergesetzt haben, werden heute zu potenziellen Kunden“, erläutert Marktforscher Paul Färber von Market Research die aktuelle Entwicklung im Markt.


Warum sich immer mehr Menschen mit der Anschaffung eines neuen E-Bikes intensiv auseinandersetzen, zeigen auch die aktuell genannten Kaufmotive der Leser von E-BIKE und EMTB im Rahmen der Marktdatenstudie 2017. Neben dem „Spaßfaktor“ und der Möglichkeit dank E-Unterstützung problemlos „weitere Touren meistern“ zu können, hat auch das Motiv „Autoersatz“ deutlich gewonnen. Darüber hinaus sind laut Marktdatenstudie Argumente wie „Umwelt“ und „Gesundheit“, aber auch die „neue E-Technik“ ebenfalls ausschlaggebend für den Kauf eines neuen Fahrrads mit E-Unterstützung.

Beim Kaufort des neuen Fahrrads favorisieren die Leser weiterhin den Fachhandel. Insbesondere im Segment der E-Bikes und E-Mountainbikes wird eine kompetente Beratung im Fachgeschäft vor Ort gesucht (E-BIKE 88%, EMTB 86%). Auch die Leserschaft von BIKE sucht wieder häufiger den Weg in den Fachhandel auf (65% / 2016: 61%), ebenso die Leser von TREKKINGBIKE (83%). TOUR-Leser (57%) und vor allem die junge Generation der FREERIDE-Leser (46%) kaufen neue Räder häufig im Internet oder über Versender.


Die Ausgabebereitschaft für ein neues (Komplett-) Rad ist laut Studie kontinuierlich gestiegen. Dies ist auch der besonders innovativen Fahrradbranche geschuldet. Das meiste Geld planen weiterhin E-Mountainbike-Fans zu investieren. Durchschnittlich sind sie bereit, in den nächsten Monaten rund 4.135 Euro für eine Neuanschaffung auszugeben. Die Hälfte der EMTB-Leser möchte sich in den nächsten ein bis zwei Jahren ein E-Mountainbike zulegen. Die Ausgabebereitschaft der BIKE-Leser liegt 2017 mit 3.370 Euro ebenfalls über dem Vorjahr (3.102 Euro). Die Leser von TOUR gaben an, im Schnitt 3.781 Euro in ein neues Rad investieren zu wollen (Vorjahr 3.400 Euro). Bei den E-BIKE-Lesern liegt die Ausgabebereitschaft bei 3.367 Euro (Vorjahr 3.165 Euro), TREKKINGBIKE-Leser gaben an, 2.565 Euro (2015: 2.308 Euro) und FREERIDE-Leser 3.567 Euro (2015: 3.080 Euro) in ihr nächstes Rad zu investieren.


Für die Marktdatenstudie wurden 2017 insgesamt 486 Komplettrad- und 986 Zubehörmarken abgefragt. Die Analyse erlaubt damit detaillierte Aussagen über die Entwicklung der Markt- und Imagewerte einzelner Komplettrad-Marken und Segmente. Ob und wie gut eine Marke in der Branche wahrgenommen wird, zeigen auch die Ergebnisse des diesjährigen „Readers‘ Awards“. In insgesamt 50 Kategorien hat die Leserschaft der Radsportmagazine BIKE, TOUR, E-BIKE, FREERIDE, TREKKINGBIKE und EMTB ihre Top Zubehörmarken sowie das beste Komplettrad gewählt. Die Auszeichnung der Gewinner wurde im Rahmen des Branchentreffs vorgenommen. Alle Preisträger und viele Fotos von der Veranstaltung stehen auf www.readers-award.de.


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Quellen: IVW 3. Q. 2020, Print, AWA 2020, Leserumfragen 2015-2019 Market Research Neuhausen, Ø IVW 2020 Online, Verlagsangaben 10/2020 Delius Klasing

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